Physik-Probestudium in Osnabrück

artikel_physikprobestudium_2_kleinDas von der Universität Osnabrück alljährlich angebotene Physik-Probestudium fand vom 29. bis 31. März 2010 statt. Als Vertreter unserer Schule nahm ich teil und konnte in den drei Tagen meine Physikkenntnisse und mein Interesse an der Physik allgemein steigern.


Das Angebot für Interessierte verzeichnete dieses Jahr eine Rekordteilnahme von 116 Schülern der Oberstufe aus Osnabrück und Umgebung. In den Osterferien war es dann so weit. Uns erwarteten zunächst Vorlesungen in Mechanik und Quantenthermodynamik, wobei vieles einfach nur schwieriger aussah, als es wirklich war. Rechenübungen zur Mechanikvorlesung und Informationsveranstaltungen standen ebenso auf dem Programm wie Führungen durch die Forschungsgruppen des Fachbereichs Physik. Bei Letzteren entschied ich mich für NanoScience und Biophotonik, wobei uns imposante Apparaturen und Vorträge geliefert wurden. Sehr interessante Forschungsvorträge bekamen wir von jungen Doktoranden zu hören, die uns die Probleme, mit denen sie sich aktuell beschäftigten, vorstellten. Nach einem meist sehr theoretisch gehaltenen Vormittag bot die Mensa eine ausgezeichnete Küche zur Erholung, sodass wir gestärkt in die dreistündigen Laborpraktika gehen konnten, die uns jeden Nachmittag erwarteten. Selber erforschen und erklären war hier das Motto, wobei wir von Studenten unterstützt wurden. Jeder konnte sich im Vorfeld schon fünf Wunschversuche aussuchen und bekam dann drei zugeteilt. Hierbei gab es eine riesige Auswahl an Versuchen (28) vom klassischen Franck-Hertz-Versuch bis zu biologischen Potentialen. Auch wenn nicht alle Experimente ganz erfolgreich abgeschlossen wurden, so bekamen wir doch ein Testat für die Versuche, wovon einer ausgewählt werden kann, der im Falle eines Physikstudiengangs in Osnabrück nicht mehr bewältigt werden muss. Obwohl wir einige Zeit von unseren Ferien für dieses Probestudium geopfert hatten, war die Stimmung unter den freiwilligen Teilnehmern ausgesprochen gut und jeder verstand sich mit jedem, wobei auch Altersunterschiede keine Rolle spielten. Das Team mit seinen über 60 Mitarbeitern der Fachschaft Physik hatte seine Aufgabe wirklich gut erfüllt, war jederzeit ansprechbar und überreichte uns beim traurigen Abschied einen ersten Schein, der auf ein Studium in Osnabrück angerechnet werden kann.

Abschließend kann ich jedem Physikinteressierten nur empfehlen auch einmal am Physik-Probestudium in Osnabrück teilzunehmen. Es lohnt sich! Weitere Informationen und Bilder zum Probestudium finden sich auf der Homepage der Universität.

Thomas Beuse

Thomas Beuse ist Schüler des Jahrgangs 11 im so genannten Doppeljahrgang (Abiturprüfung 2011). Das Fach Physik hat er als Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau belegt.

C. Hanken, Kurslehrer


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