Termine für die zukünftigen Klassen 5

Für Eltern, die überlegen, ihr Kind nach der Klasse 4 am Kolleg St. Thomas anzumelden, bestehen folgende Informationsmöglichkeiten:

09.02.2020, 14:00 - 17:00 Uhr:

Tag der offenen Tür

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10.02.2020, 20:00 Uhr: Informationsabend für interessierte Eltern

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12.02. - 18.02.2020: Anmeldewoche (Mi - Di)

Es ist grundsätzlich ein Gesprächstermin telefonisch zu vereinbaren. Die Termine finden zusammen mit Ihrem Kind am Nachmittag zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr statt. In Ausnahmefällen kann ein Termin am Vormittag vereinbart werden.

Für Fragen stehen wir gerne telefonisch zur Verfügung.

Trauer um Pater Meinrad

Pater MeinradAm 01. August 2019 ist unser langjähriger Kollege und Schulleiter Pater Meinrad Brink im Alter von 90 Jahren gestorben.

 

Pater Meinrad stand wie kaum ein anderer für den Dominikanerkonvent in Vechta und für das Kolleg St. Thomas. Mit ganzem Herzen den Jugendlichen zugewandt, begrüßte er morgens jeden Schüler, wenn diese in die Pausenhalle kamen. Nun müssen wir von ihm Abschied nehmen.

Geboren wurde P. Meinrad in Salzbergen. Das Emsland hat ihn geprägt und er blieb seiner Heimat und seiner Familie zeitlebens herzlich verbunden. Er musste als Jugendlicher die Schrecken des Krieges erleben, wenn er auch vom aktiven Kriegsdienst verschont blieb.

Nach dem Abitur trat er 1949 in den Dominikanerorden ein und empfing nach Noviziat und Studium am 23. Juli 1955 die Priesterweihe. Unmittelbar nach der theologischen Ausbildung schloss sich 1957 das Lehramtsstudium in Münster an.

Nach dem Referendariat kam P. Meinrad 1964 an unser Kolleg nach Vechta, wo er Englisch und Erdkunde unterrichtete. Darüber hinaus schlug sein Herz für den Sport: Fußball und Volleyball hatten es ihm angetan. Als Schiedsrichter pfiff er manches Fußballduell und baute den Volleyballverein DJK-Füchtel tatkräftig mit auf. Bis 1992 war er als Lehrer tätig – mit Interesse für seine Fachgebiete und mit offenem Herzen für die Schüler. Als stellvertretender Schulleiter und von 1988 bis 1992 als Direktor übernahm er Verantwortung für die Schule. Er stellte sich diesen Aufgaben, obgleich er lieber einfach Lehrer geblieben wäre P. Meinrad war in vielem ein vorsichtiger Mensch. Konflikte durchstehen, Entscheidungen treffen, Neues in Angriff nehmen – dies kostete ihn zeitlebens viel Kraft. Er nahm sich alles sehr zu Herzen. Das wohl wortwörtlich, musste er doch nach einem Herzinfarkt das Amt des Schulleiters, ja sogar die von ihm so geliebte Tätigkeit als Lehrer aufgeben.

Pater Meinrad blieb auf eigenen Wunsch weiter in Vechta und suchte sich neue Aufgaben, die ihn erfüllten. So beschäftigte er sich mit dem großen Theologen John Henry Newman, bei dem er eine Verbindung von religiös-spirituellem und pädagogischem Suchen fand. Er organisierte die Vortragsabende des Konventes, dies auch in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie Stapelfeld.

Sehr wichtig war P. Meinrad die Begleitung der Dominikanischen Gemeinschaften von Lohne und Vechta. Mit diesen Gruppen unternahm er Ausflüge, gestaltete geistliche Nachmittage und hielt Vorträge. Dabei beschäftigte er sich mit Themen, die ihm wichtig waren: mit Dominikus, der Theologin Edith Stein, mit Newman natürlich oder dem heimischen Künstler Joseph Krautwald, über dessen Plastiken er ein Betrachtungsbuch veröffentlichte.

Sehr zuverlässig trug P. Meinrad die seelsorglichen Dienste des Konventes mit: in der Füchteler Klosterkirche als Zelebrant, Prediger und Beichtvater – insbesondere aber auch bei den Schwestern des Marienhain, mit denen er sehr oft die Eucharistie feierte.

Im Herbst 2016 ließen die Kräfte von P. Meinrad so nach, dass der Umzug ins St. Hedwigstift hilfreich war. Hier bekam er die nötige Pflege durch das Personal des Stifts und durch befreundete Menschen, die sich liebevoll um ihn kümmerten. Im April 2019 feierte er mit seiner Familie, den Mitbrüdern und Freunden seinen neunzigsten Geburtstag, im Juli jedoch verschlechterte sich sein Zustand so sehr, dass eine Heilung nicht möglich war. Am 1. August starb P. Meinrad im St. Hedwigstift.

Von ihm nehmen viele Menschen Abschied, mit denen er sehr treu über Jahre hinweg den Kontakt pflegte. P. Meinrad war dabei jemand, der das vertraute Gespräch schätzte, die Stille, das Nachdenkliche. Er tat sich schwer, seine Bedürfnisse und Wünsche fordernd einzubringen, man erlebte ihn häufig als einen in sich gekehrten Menschen. Aber er war dabei den anderen innerlich zugewandt – so wie er eben auch jeden einzelnen Schüler am Beginn eines Tages mit Namen begrüßte. Dass er selbst nun so in der Herrlichkeit Gottes willkommen geheißen wird, darauf vertrauen wir fest.