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RoboCup 2019

RoboCup2019Auch in diesem Jahr hat eine große Gruppe von roboterbegeisterten Schülern am RoboCup – Wettbewerb teilgenommen und versucht, sich in Bad Zwischenahn für die deutsche Meisterschaft in Magdeburg zu qualifizieren.

 

Nachdem das KST bereits zweimal mit einem Team in Magdeburg vertreten war, wollten sich in diesem Jahr zehn Teams mit insgesamt 30 Schülern der starken Konkurrenz aus der Region stellen und die Roboter, die seit dem letzten Durchgang zum Teil völlig neu entwickelt wurden, ins Rennen schicken. Die Vorbereitung war akribisch, bereits vor der Anmeldung sollte ein schulinterner Qualifikationsparcours bewältigt werden, der über die Teilnahme an der eigentlichen Bewährungsprobe in Bad Zwischenahn entscheiden sollte – mit hundertprozentigem Erfolg. Damit man für den Wettbewerb bestmöglich vorbereitet war, besorgte man sich leihweise eine originale Wettkampfarena aus Rastede. An dieser Stelle bedankt sich die AG ausdrücklich und herzlich bei Herrn Möhlmann, der den Transport der Bauteile für uns übernommen hat. Die Probeläufe liefen gut, alle waren optimistisch, in diesem Jahr gut abschneiden zu können. Allerdings deuteten sich Probleme an, weil zwei Teams technisch bedingte Umstellungen in der Programmierumgebung hinnehmen mussten und ein Roboter nicht korrekt ausbalanciert war und daher in letzter Minute neu konstruiert werden musste.

Am 13. Februar reisten wir ab und konnten den ganzen Tag für die vier bevorstehenden Wettbewerbsrunden rüsten – Computer mussten aufgestellt und vorbereitet, die Sensoren auf die speziellen Lichtverhältnisse vor Ort kalibriert, Testläufe absolviert werden. Auch hier war alles noch vielversprechend.

Die ersten Wettläufe fanden am 14. Februar um 10:30 statt. Die Teams traten auf 8 Wettkampfarenen teilweise gleichzeitig an. Die Ergebnisse waren zum Teil ernüchternd. Zum Teil stellten sich die angedeuteten Probleme als größer heraus als angenommen. Außerdem waren einige Teams strategisch nicht gut präpariert. Nur ein einziges Team konnte die selbst gestellten Erwartungen erfüllen und so landete Team „Fetchback“ mit Tom Helmboldt, Julian Germer und Lars Tracogna nach dem ersten Lauf auf Platz 10.

Im zweiten Lauf konnte vor allem das Team „Nobot“ mit Oliver Hülskamp und Simon Schönfeld überzeugen und schob sich wegen ihres 290-Punkte-Laufs weiter nach vorn. Das Team ärgerte sich umso mehr, dass der erste Lauf enttäuschend war. Dem Team „Fetchback“ gelang ebenfalls ein überzeugender Lauf, sodass Rang 10 gehalten werden konnte. Hervorzuheben ist das Team „Newcommer“ mit den Sechstklässlern Paul-Hermann Fortmann, Vladyslav Usov, Franz Grüterich und Erik Blömer, die mit 120 Punkten einen Achtungserfolg als Anfängerteam ablieferten. Lauf drei entwickelte sich mittelmäßig. Zwar konnte „Fetchback“ mit 187 Punkten den zehnten Platz verteidigen, die anderen Teams konnten sich aber nicht weiter verbessern. Am Abend wurde Fehleranalyse betrieben und man wollte am letzten Wettkampftag noch einmal Gas geben, obwohl die Qualifikation für Magdeburg nur noch mit viel Glück errungen werden konnte. Hard- und Software wurden noch einmal genauestens geprüft, überarbeitet und auf Vordermann gebracht, die letzten Schwächen sollten ausgemerzt werden.

Den Auftakt am letzten Wettkampftag machte „Nobot“ mit 210 Punkten - ein hervorragendes Ergebnis auf einem anspruchsvollen Parcours. Für einen Paukenschlag und viel Anerkennung von der Konkurrenz sorgte das Team „umgekehrte Psychologie“. Obwohl sich Jan Ole Lübbing und Joshua Sündermann mit einer völlig neuen Programmiertechnik und „zickigen“ Sensoren herumärgern mussten, gelang ihnen mit 324 Punkten ein mehr als respektables Laufergebnis. Mit der Qualifikation hatten die beiden wegen ihrer Anfangsschwierigkeiten jedoch nichts mehr zu tun. Das letzte Highlight des Tages gelang erneut „Fetchback“ mit dem Schulsieg: 330 Punkte und der insgesamt 15. Platz von 47 angetretenen Teams. Für die Qualifikation fehlten am Ende 165 Punkte. Dennoch herzlichen Glückwunsch für eine tolle Gesamtleistung mit hoher Konstanz!

Auch „Newcomer“ gelang noch einmal ein 120-Punkte-Lauf – Glückwunsch an die vier Neulinge!

Den Teams, die am Ende die hinteren Plätze belegten, muss ebenfalls ein Lob ausgesprochen werden. Jan Schönfeld und der erstmalig angetretene Morris Wolking waren als einziges Team vom KST mit einer Roboterkonstruktion angetreten, die nicht auf Lego Mindstorms basiert sondern „echte“ Steuer- und Regelelektronik implementiert. Auch den „Angry Nerds“ mit Paul Willenborg, Christipher Kruth und dem ebenfalls erstmalig angetretenen Timon Surmann kann wegen ihrer Schwierigkeiten mit der neuen Programmiersprache Java und gewöhnungsbedürftigen Hitechniksensoren kaum ein Vorwurf gemacht werden. Besonders das Team „Timeout“, das mit dem vielversprechendstem Gesamtkonzept angetreten war, ist das Pech und die fehlende Erfahrung zum Verhängnis geworden. Taktische Fehler beim Setzen der Wegmarken verhinderten das Einfahren in die punktereiche Endzone, in der ihr Roboter echte Stärken gegenüber der Konkurrenz hatte.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Platz

Teamname

Mitglieder

Punkte

15

Fetchback

Tom Helmboldt, Julian Germer, Lars Tracogna

731

18

NOBOT

Oliver Hülskamp, Simon Schönfeld

649

25

umgekehrte Psychologie

Jan Ole Lübbing, Joshua Sündermann

494

29

Timeout

Jonas Diekmann, Konstantin Wendeln, Hendrik Stuntebeck

429

30

STRG A+C+V

Philipp Milbredt, Arendt Enkler

385

34

Snackosaurus

Gerrit Hüsing, Luke Richter, Ole Siemer

309

35

Newcomer

Paul-Hermann Fortmann, Vladyslav Usov, Franz Grüterich, Erik Blömer

300

37

Flamongos

Marius Meyer, Jonas Gieske, Carl Schmitz-Valckenberg

252

39

Mediziniker

Luis Trimpe, Bennet Klövekorn, David Vornmoor

185

44

Angry Nerds

Christopher Kruth, Timon Surmann, Paul Willenborg

105

45

Semmelbrösel

Jan Schönfeld, Morris Wolking

80